Das war das Schützenfest 2026
Am 24. April 2026 fiel der Startschuss für das diesjährige Ringen um die Königswürde – und wie es sich für ein ordentliches Schützenfest gehört, wurde nicht nur treffsicher, sondern auch ausdauernd geschossen. Für alle, die es am ersten Termin noch nicht ganz auf die Reihe bekommen hatten (oder schlichtweg „noch mal drüber nachdenken wollten“), gab es am 28. April eine zweite Chance für die Nachzügler. Man munkelt, dass der ein oder andere Schuss dort besonders gut überlegt war.
Der große Festtag am 02. Mai begann traditionsgemäß klangvoll: Um Punkt 10 Uhr versammelte sich das „Weckorchester“ – die Jastorfer Blasmusik – auf dem Dorfplatz und bewies eindrucksvoll, dass man auch ohne Kaffee sehr wach sein kann. Um 10:15 Uhr setzte sich der Zug in Bewegung, zunächst zu J. Hinrichs, um die Vereinsfahne abzuholen. Mit wehender Fahne ging es weiter zur Ehrung des im Alter von 93 Jahren verstorbenen Königs Otto Brunhöver (1934), bei der nicht nur würdevoll gedacht, sondern auch die Scheibe angebracht wurde.
Anschließend führte der Weg zur amtierenden Kinderschützenkönigin Eline Schlie, bevor der Zug schließlich ins Schützenhaus einzog. Dort wartete bereits der Gästempfang mit dem traditionellen, bestens hergerichteten Königsfrühstück – eine Kombination aus Geselligkeit, Stärkung und ersten vorsichtigen Einschätzungen darüber, wer wohl diesmal die Königswürde errungen haben könnte.
Der 1. Vorsitzende Eckhard Warnecke begrüßte die angereisten Gäste aus den Vereinen Bokel, Eddelstorf, Emmendorf sowie der Bevenser Gilde. Auch Vertreter aus Politik, Wirtschaft und dem KSV waren vor Ort und nutzten die Gelegenheit, verdiente Mitglieder für ihre 25- und 50-jährige Treue zum Verein zu ehren – eine Leistung, die zeigt, dass Schützenfest mehr ist als ein Wochenende, sondern eher eine Lebensaufgabe.
Dann kam der mit Spannung erwartete Moment der Proklamation: Neuer Schützenkönig wurde Pascal Hirschberg aus Emmendorf, unterstützt von seinen Adjutanten Reiner Steenbuck und Jürgen Schlie.

v.l. Jürgen Schlie, Pascal Hirschberg, Reiner Steenbuck
Bei der Jugend setzte sich Marlene Schütte als neue Kinderschützenkönigin durch, mit Emma Wolf und Max Schütte an ihrer Seite – ein starkes Team, das vermutlich schon jetzt Pläne für das nächste Jahr schmiedet.

v.l. Emma Wolf, Marlene Schütte, Max Schütte
Auch in den weiteren Disziplinen gab es erfreuliche Ergebnisse:
Sandra Theiding sicherte sich erneut die Damenkette und bewies damit eindrucksvoll ihre Konstanz. Birte Scharnhop gewann die Juniorenkette, Vanessa Flakowski den Mantaupokal. Die Offiziersscheibe ging an Jürgen Schlie, der Rotkehlchenpokal an Renate Scharnhop und die Wanderkette an Gerhard Schwochow.
Beim Blasrohrschießen wurde ebenfalls mit viel Ehrgeiz – und erstaunlicher Treffsicherheit – um die vorderen Plätze gekämpft. Hier konnten sich Eline Schlie den ersten Platz sichern, gefolgt von Gerhard Müller auf Platz zwei und Inge Schlote auf dem dritten Platz. Statt Pokalen gab es hier liebevoll ausgewählte Blumenpreise, die mindestens genauso stolz präsentiert wurden.
Am Nachmittag wurde das Schützenfest in gewohnt fröhlicher Atmosphäre fortgesetzt, mit Spielen und Preisen für die Kinder, selbstverständlich auch wieder ein Preisschießen, bevor am Abend die „Maifete 2026“ insbesondere die jüngeren Gäste anzog – wobei sich auch einige „jung Gebliebene“ nicht lange bitten ließen.
Am 03. Mai hieß es dann um 11:00 Uhr erneut antreten, diesmal beim neuen Schützenkönig Pascal Hirschberg, um die Königsscheibe anzubringen. Bei bestem Wetter und noch besserer Stimmung entwickelte sich ein geselliges Beisammensein, das keine Wünsche offenließ: Ungewöhnliche Willkommens-Shots wie z.B. ein edler Marillenbrand sorgten für die nötige Betriebstemperatur, und diesmal durfte natürlich auch Kaffee und Kuchen nicht fehlen – eine Kombination, die sowohl Frühaufsteher als auch Langfeierer wieder zuverlässig auf Kurs brachte. Goldbraun gebackene Brezeln mit ihrer feinen Salznote und passenden Dips rundeten das kulinarische Angebot ab.
Die Jastorfer Blasmusik präsentierte dazu ein ausgefeiltes Repertoire und glänzte mit souveräner Darbietung und stilsicherer Interpretation. Kurz gesagt: Es wurde geschossen, gefeiert, geehrt und genossen – genau so, wie ein gelungenes Schützenfest sein soll.